Krampfadern: Was tun?

Fast jede vierte Frau über 30 leidet hierzulande bereits unter – leichteren oder stärkeren – Krampfadern. Die so genannten Varizen stellen allerdings nicht nur eine optische Beeinträchtigung dar. Unbehandelt können auch oberflächliche Krampfadern irgendwann zum gesundheitlichen Problem werden. Denn auch kleinere Varizen sind ein Zeichen dafür, dass zumindest eine geringfügige Schwäche der Venenklappen vorliegt. Der gestörte Rückfluss des venösen Blutes kann mit der Zeit auch ernste Krankheiten nach sich ziehen. Eine mögliche Folge sind Entzündungen, die das tiefe Venensystem schädigen. Daher sind rechtzeitige Diagnose und früh einsetzende Behandlungen auch aus gesundheitlichen Gründen ratsam.

Was tun gegen Krampfadern?

Krampfadern entfernen oder schrumpfen lassen – dafür steht heute eine breite Palette an Möglichkeiten zur Auswahl. Da zunehmend schonende Behandlungen gefragt sind, werden kleinere Äderchen häufig verödet. Diese Methode stößt jedoch rasch an ihre Grenzen: Weist eine hervortretende Vene schon einen Durchmesser von über 1,5 Millimetern auf, ist bei einer klassischen Verödung Vorsicht angesagt. Krampfadern veröden birgt das Risiko, dass das Blut ausflockt und störende braune Verfärbungen am Bein zurückbleiben, die manchmal erst nach Jahren völlig abgebaut werden. 

Neue CLaCS-Methode: Sanfter Weg zu schönen Beinen

Ein sanfter, ambulanter Eingriff von rund 15-20 Minuten ermöglicht nun auch bei größeren, hervortretenden Venen verblüffend rasche und schöne Ergebnisse: Die neue CLaCS- Methode (Cryo-Laser und Cryo-Sclerotherapy) kombiniert als Hightech-Eingriff die Vorteile der Lasertechnologie mit denen einer punktgenauen Verödung. Allerdings entfallen bei Letzterer die oben genannten Nachteile, wie etwa die Braunverfärbung des behandelten Areals.

So funktioniert die CLaCS-Methode:

In einem ersten Schritt erfolgt die Vorbehandlung mit einem langgepulsten Nd:YAG-Laser, was die oberflächliche Varize sofort sichtbar verkleinert. Das schafft die optimale Ausgangslage für den zweiten Schritt: die Verödung mithilfe des „Vein Viewers“, eines Nah-Infrarotlichts, das sogar kleinste Gefäße unter der Haut in hoher Qualität sichtbar macht, sowie des Veinlites LED, eines High-Tech-Venensuchgeräts.

Dank des exzellenten Einblicks ins feine Venensystem lässt sich das Verödungsmittel, das in weiterer Folge zum Verschluss und Abbau der betroffenen Ader führt, ganz zielgerecht in die betroffene Varize einspritzen. Die CLaCS-Hightech-Methode erfolgt unter ständiger, fokussierter Kühlung des Behandlungsareals Diese unterstützt das kosmetische Resultat und führt dazu, dass man vom Eingriff, außer ganz leichten Stichen beim Einbringen der Verödungsflüssigkeit, nichts spürt. 

Was ist danach zu beachten?

Nach der Behandlung muss der angelegte Druckverband für mindestens zwei Stunden getragen werden. Für weitere vier bis fünf Tage ist das Tragen von Kompressionsstrümpfen empfohlen. Eine Nachkontrolle sollte rund sechs Wochen nach dem Eingriff erfolgen. 

Wie lange dauert der Krankenstand?

Da die CLaCS-Methode keine Krampfadern-Operation ist, sondern einen sanften, ambulanten Eingriff darstellt, kann man als Patient unmittelbar danach wieder seine Alltagsaktivitäten aufnehmen oder zur Arbeit gehen. Langes Stehen sollte in den ersten zwei Tagen vermieden werden.

Welches Ergebnis ist zu erwarten?

Die blauen Adern sind bereits unmittelbar nach Abschluss der Behandlung stark verkleinert und kaum mehr sichtbar. Das endgültige Resultat kann nach 6-8 Wochen beurteilt werden, wenn der Körper die Vene endgültig abgebaut hat. Bei größeren Behandlungsarealen sind manchmal ein bis zwei Folgesitzungen erforderlich, um das gewünschte kosmetische Ergebnis zu optimieren.

Ob die moderne CLaCS-Methode die richtige für einen selbst ist, kann erst nach einer gründlichen Voruntersuchung inkl. einer genauen Ultraschall-Kontrolle festgestellt werden.

Venen OP nun auch im Sommer möglich

Ein neues Therapiekonzept mittels der präzisen Endolasermethode ermöglicht höchste Effektivität bei geringster Belastung und damit auch Eingriffe in den Sommermonaten insbesondere bei Patienten welche schwer unter ihren Krampfadern leiden. Der international bekannte Fotograf Manfred Baumann unterzog sich vor einem Jahr einem Eingriff bei Prof. h.c. Flor an der Privatklinik Döbling.

Gerade in den Sommermonaten machen sich Venenerkrankungen oft störend bemerkbar.

Durch die Hitze kommt es zu einem vermehrten Blutstau in den Beinvenen. Die Beine fühlen sich schwer an.

Venenentzündungen bis hin zur Thrombose können die Folge sein.

Ästhetisch stören die geschlängelten Adern im Sommer auch mehr als in der kühleren Jahreszeit.

Manche belastet das Leiden so sehr, dass sie sich mit kurzer Bekleidung nicht mehr in die Öffentlichkeit trauen.

Doch Operationen bei Krampfadern waren bisher eher auf die kühle Jahreszeit beschränkt.

Ein neues Konzept mittels der Endolasermethode bietet nun jedoch die Möglichkeit gerade Risikopatienten mit sehr starken Krampfadern, insbesondere wenn diese Schmerzen haben oder bereits Hautveränderungen aufweisen, auch im Sommer zu operieren.

Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung, wenn der Patient es möchte kann er jedoch auch in einen Dämmerschlaf versetzt werden.

Über eine Punktion im Knöchelbereich wird, HD-ultraschallgezielt, eine Hi-Tech Lasersonde, eine sogenannte Zweiringradialfaser in die erkrankte Stammvene eingeführt und an die Mündungsklappe im Leistenbereich oder Kniebereich herangeführt.

Die Zweiringradialfaser ermöglicht ein hochpräzises Arbeiten, dies jedoch schnitt &narbenfrei.

Im Gegensatz zu Eingriffen in der kühleren Jahreszeit wird aber lediglich die Stammvene behandelt.

Für den Patienten bedeutet dies: maximale Beschwerdefreiheit nach dem Eingriff, ein Kompressionsstrumpf müsste eigentlich nach dem Eingriff nicht getragen werden und man sieht weder Einschnitte noch andere Zeichen, die an den Eingriff erinnern.

Das optisch optimale Ergebnis stellt sich dann innerhalb der folgenden Wochen ein, wichtig ist aber, dass der unangenehme Blutrückstau sofort nach dem Eingriff behoben ist. In manchen Fällen wird dann in der kühleren Jahreszeit optisch noch etwas nachgebessert

Weltweit werden in vielen Venenzentren schwere Krampfaderleiden zunehmend mit diesem Konzept behandelt, weil die Belastung für den Patienten auf ein Minimum reduziert wird.

So war es auch der Wunsch für Starfotograf Manfred Baumann seine Beschwerden rasch loszuwerden. Am 17. Juni 2019 unterzog er sich an der Privatklinik Döbling bei Prof. h.c. Dr. Flor diesem minimalinvasiven Eingriff. Die Auflage war, dass er wenige Tage nach dem Eingriff bereits auf eine anstrengende Foto Tour für National Geographic in Großbritannien gehen musste. Das Buch Alte Welt, Neue Welt wurde ein großartiger Erfolg und Manfred Baumann präsentiert heute nach einem Jahr gern sein Bein und muss dabei schmunzeln, wenn er die Bilder seines Beines vor dem Eingriff mittels Endolaser vor einem Jahr sieht.